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Ultimative Gide: Gestalten mit Schablonen

Schablonen sind die vielseitigsten Kreativmaterialen, die Dir mit unterschiedlichen Techniken unglaubliche Ergebnisse ermöglichen. Einmal kaufen, unterschiedlich anwenden und immer neue Designmöglichkeiten entdecken!


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Günstig, besonders nachhaltig und unglaublich vielseitig


Schablonen können immer wieder mit unterschiedlichen Medien (Farbe, diverse Pasten) auf allen Oberflächen verwendet werden. Egal, ob Du das gesamte Motiv brauchst oder nur einen Teilmotiv.


Mit ein paar Schablonen eröffnet sich ein echtes Design-Universum. Tupfe einfach Farbe auf, walze Muster über große Flächen, erzeuge Reliefs mit Pasten, spiele mit Farbverläufen, verzaubere kleine Dekoobjekte oder gestalte Deine eigene "Wandtapete".


Streiche sie uni mit dem Untergrund oder gestalte sie verspielt, wie im Bild nebenan. Erzeuge Goldmuster oder einen unregelmäßigen Vintagelook - was immer Dir einfällt - es ist nur eine Frage der Vorstellungskraft, der Technik und ein wenig Übung.



Schablonenmotive


Das ist natürlich immer das erste Auswahlkriterium. Abhängig von Deinen Designvorhaben sind zwei Kriterien ausschlaggebend: Brauchst Du ein fortlaufendes Motiv, um größere Flächen harmonisch zu verzieren? Oder platzierst Du Einzelmotive oder ergänzt Leerstellen mit dekorativen Schriften?



Natürlich bist Du nicht an das Gesamtmotiv gebunden. Möchtest Du nur einzelne Elemente einer Schablone übertragen, dann klebe mit einem guten Klebeband (kein Malerkrepp) rund um das Motiv ab. So vermeidest Du unerwünschte Farbtupfer außerhalb des geplanten Designs. Wenn Du die Schablone gleich auf der zu schablonierenden Oberfläche abklebst, fixierst Du sie auch gleichzeitig. Hebe die Schablone ab, wenn die Farbe oder Paste angetrocknet ist.


Beim fortlaufenden Schablonieren achte nicht nur darauf, dass das Motiv perfekt anschließt, sondern auch dass alles abgeklebt ist, was nicht schabloniert werden soll. Zum Beispiel, wenn Du einen Rand eingeplant hast, klebe an der Oberfläche entsprechend ab. Manchmal muss man da zweimal nachdenken, bevor man loslegt. Wenn Du schnell trocknende Farben wie Fusion Mineral Paints verwendest, geht fortlaufendes Schablonieren angenehm flott. Kontrolliere, ob auf der Schablone hinten keine feuchten Farbreste sind und ob die bereits aufgetragene Farbe oder Paste soweit getrocknet ist, damit Du nichts verwischt, wenn Du das Motiv wieder ansetzt.



Schablonengröße


Nachdem Du immer auch nur Ausschnitte aus einer Schablone verwenden kannst, wie oben beschrieben, könnte man denken, dass die Größe nicht unbedingt relevant ist. Häufig entscheidet das gewünschte Motiv über die Größe der Schablone, denn es gibt sie einfach nur so. Dennoch kann ein Blick auf die Schablonengröße die Arbeitszeit massiv verkürzen, weil Du nicht stückeln musst. XL und XXL Schablonen, wie Du sie auch in meinem Shop findest, sind ideal um flott größere Objekte zu verschönern.




Medium Schablonen sind wunderbar handlich und haben mit durchschnittlich 23 x 35 cm die ideale Größe, um Fronten zu verzieren, weil die Motivgröße mjt ca 22 x 25 cm perfekt auf Möbeltüren platziert werden können. Solltest Du die Ränder abschneiden wollen, damit Du das Motiv präziser ansetzen kannst, achte bitte darauf, dass Du mit einem sehr scharfen Stainley-Messer entlang eines robusten Lineal schneidest. Und lass etwas Rand zum Stabilisieren der Schablone.



Kleinere Schablonen sind toll um z.B. Fliesen zu verzieren, Lücken im Gesamtdesign mit einem kleineren Schablonenmotiv zu schließen oder einfach und günstig nette Dekore auf kleinere Projekte zu zaubern.


Stärke der Schablone


Die Stabilität einer Schablone lässt sich häufig nicht am Preis erkennen. Sehr detaillierte Schablonen sollten geringfügig stärker sein, damit sich die Details während des Schablonierens nicht verbiegen. Stärkere Schablonen, wie 3D-Schablonen in meinem Shop, sind besonders toll, wenn Du mit Pasten ein Relief erzeugen möchtest. Du siehst in der oberen Galerie den Unterschied: Das Relief des mittleren Bildes ist wesentlich ausgeprägter als beim ganz rechten Bild, das mit einer herkömmlichen Schablonenstärke erzeugt wurde. Hingegen sind die stärkeren 3D-Schablonen nicht so gut geeignet, um Farbe aufzuwalzen, weil die Walze nicht bis an die Motivkanten sauber walzt. Das löst Du, indem Du die Farbe mit einem Rundpinsel tupfst.


Stick & Style


Die selbstklebenden Stick & Style Schablonen von ReDesign sind absolut genial. Du kannst die bereits verwendeten Abschnitte wirklich oft verwenden, sie kleben so gut, dass sie absolut plan aufliegen und Du nicht patzen kannst ohne jedoch die Farbe der gestrichenen Oberfläche abzuziehen. Nachdem man die Farbe eher dünn auftupft oder aufwalzt, brauchst Du sie im Grunde nicht zu reinigen, weil sich die Farbe nicht hinter das Motiv drücken kann. Klebe die verwendete Klebeschablone zur Aufbewahrung auf eine etwas stärkere Plastikfolie und verwende sie beim nächsten Mal einfach wieder. Ich bin total begeistert von diesen Schablonenrollen.

Besonders genial an diesen Schablonenrollen ist, dass Du mit einem "Schwuff" lange Bahnen schablonieren kannst ohne stückeln zu müssen. Und noch viel besser: Du kannst präzise über Wölbungen schablonieren, was mit klassischen Schablonen gar nicht so einfach ist bzw. gar nicht funktioniert.





Schabloniertechniken mit Farben oder Pasten


Vorbereitung


  1. Stelle sicher, dass Deine Oberfläche fettfrei sowie die Schablone (besonders auf der Aufliegeseite) sauber und trocken ist

  2. Positioniere die Schablone und fixiere sie mit einem Malerband. Das verhindert Verrutschen, um präzise Musterränder zu erhalte. Gutes Malerband (kein Malerkrepp) zieht Dir die vorher aufgebrachte Farbe beim Entfernen der Schablone nicht ab und lässt sich in einem Zug abziehen.

  3. Zum Fixieren von zB großen Schablonen auf unebenen Flächen kannst Du auch ein non-permanent Sprühkleber (z.B von Raher) verwenden. Sprühe den Kleber auf die Schablone und drücke sie leicht auf die Oberfläche. Diese Kleber hinterlassen nach dem Abheben der Schablone keine Klebereste. Das ist hilfreich, wenn Du große Schablonen auf unebenen vertikalen Flächen verwendest. Alternativ kannst Du natürlich das Möbel umlegen, denn horizontal schablonieren ist immer einfacher.


Farbe tupfen oder walzen


Du kannst mit jeder Farbe schablonieren: Acrylfarben, Kreidefarben, Milchfarben, Metallicfarben, Dispersionsfarben, Latexfarben etc.

Die Wahl des Pinsels ist eine Frage der persönlichen Präferenz. Meist werden Schablonierpinsel mit gerade abgeschnittenen Borstenkopf empfohlen. Ich persönlich bevorzuge Rundpinsel mit gewölbtem Borstenkopf, weil man damit auch bei stabileren Schablonen jedes Detail erreicht und man ihn auch zum Streichen verwenden kann. Beim Schablonieren muss man den Rundpinseln ganz vorne halten, damit sich die Borsten nicht auseinanderdrücken. Was aber für alle Pinsel gilt: Möchtest Du ein feines Ergebnis, solltest Du Pinsel mit Synthetikborsten wählen.

Typische Schablonierpinsel mit Naturborsten eignen sich sehr gut, um etwas unschärfere Motive mit Vintagelook aufzubringen.




So geht's:

  • Tauche den Pinselkopf in etwas Farbe.

  • Tupfe den Pinsel auf einem Küchenkrepp gut ab, damit Du nicht überschüssige Farbe unter die Schablone drückst und dadurch ein unsauberes Ergebnis erhältst.

  • Tupfe ohne Druck über das Motiv. Es muss nicht jedes Detail sofort volldeckend sein. Tupfe mit Muße und Liebe mal über die Schablone und geh nochmal darüber. Das war ein wertvoller Tipp einer routinierten Möbelkünstlerin, nachdem meine ersten Schablonenmuster einfach nicht perfekt gelingen wollten.

  • Halte den Pinsel möglichst senkrecht.

  • Achte darauf, dass die Schablone an den Stellen, die Du gerade betupfst, gut aufliegt.

  • Wenn Du einen eher unpräzisen Vintagelook erreichen möchtest, tupfe einfach etwas "schlampiger" oder kreise mit sehr wenig Farbe auf dem Pinsel über das Motiv. Für Farbverläufe mische zwei bis drei Farben mit dem Pinsel während dem Schablonieren. Auch hier nicht aufs "Trockentupfen" vergessen.



Wesentlich schneller geht's, wenn Du die Farbe einfach über die Schablone walzt. Auch hier gilt - wenig Farbe auf der Walze gewährleistet ein präziseres Ergebnis. Belade eine kleine Walze mit Farbe und rolle den Großteil der Farbe auf einem Küchenkrepp wieder ab. Walze ohne zu viel Druck. Verwende kurzflorige Walzen oder auch Schaumstoffwalzen.

Aus Erfahrung empfehle ich Dir, das Walzen von Farbe erstmal auf einem Holzbrett auszuprobieren, um ein Gefühl für die ideale Farbmenge und Handhabung zu bekommen.


Entferne das Klebeband und hebe die Schablone behutsam ab.

Lass das Muster etwas trocknen bevor Du erneut ansetzt. Sollte die Schablone auf der Anlegefläche Farbrückstände aufweisen, wisch sie mit einem Feuchttuch einfach weg.


Sollte Dir das Muster zu hart oder präzise erscheinen, kannst Du es mit einem 220er Schleifpapier leicht anschleifen. Wenn es die Farbkombination von Grundfarbe und Farbe des Musters erlaubt, kannst Du auch mit einem leichten Paint Wash nochmal darüber gehen. Rühre die Grundfarbe im Verhältnis 1:5 mit Wasser an und streiche nochmal über die gesamte Fläche. So dämpfst Du die Strahlkraft des Schablonenmusters.



Relief-Motive mit Pasten


Die Höhe des Reliefs ist abhängig von der Dicke der Schablone und auch ein wenig von der Art der Paste.

  • Stelle sicher, dass Deine Oberfläche und Schablone sauber und trocken ist

  • Positioniere und fixiere die Schablone mit einem Malerband

  • Trage die Paste Deiner Wahl mit einem flexiblen Silikonspatel oder Silikonpinsel gleichmäßig auf. Streiche die Paste glatt.

  • Gib der Paste ein paar Minuten, bevor Du die Schablone abhebst.

  • Bevor Du mit der Schablone erneut ansetzt, lass die bereits aufgetragene Paste soweit antrocknen, dass Du sie nicht mehr verschmieren kannst.

  • Reinige - bei Bedarf - die Anlegefläche der Schablone mit einem Feuchttuch bevor Du weiter schablonierst.

  • Wenn Du fertig bist, lass die Paste - je nach Beschreibung - trocknen, bevor Du sie streichst, mit Wachsen schattierst, mit Blattgold verzierst etc.


Wahl der Pasten


Grundsätzlich geht's darum, ob Du ein feines, smoothes oder eher rustikaleres Ergebnis erzielen möchtest. Es gibt viel unterschiedliche Pasten - Embossing Paste, Fiber Paste, Strukturpasten, Chalk Paste etc. Du kannst aber auch mit Feinmörtel Reliefs auf Wände schablonieren. Meist sind die Pasten weiß und werden nach dem Trocknen auf der Oberfläche einfach mitgestrichen. Achte beim Streichen des Reliefs darauf, dass Du die Farbe dünn aufträgst, um die Vertiefungen nicht mit Farbe zu befüllen. ReDesign bietet aber auch Chalk Pastes an, die bereits eingefärbt sind. Wenn Du eine Paste vorab färben möchtest, solltest Du das vorher ausprobieren. Es kann passieren, dass zu viel untergemischte Farbe, die Stabilität der Paste verringert - aber es geht.


Ich biete 2 Pasten an, die sich im Endergebnis sichtbar unterscheiden:

ReDesign Fiber Paste ist mit Papierfasern versetzt, rein weiß und ergibt ein eher rustikales, sehr interessantes Relief. Wenn die Paste getrocknet ist, solltest Du leicht darüber schleifen, um scharfe Kanten abzurunden.

FUSION Embossing Paste ergibt glatte, feine Reliefs mit einem leichten Perlenschimmer.


Eine tolle Alternative zu fertigen Pasten sind selbstgemachte Pasten mit Milchfarben. Rühre das Pulver mit sehr wenig Wasser zu einer dicken zähen Masse und verwende sie wie eine fertige Paste.


Probiere es einfach mal aus! Strukturen mit Pasten auf Oberflächen zu bringen, hat ein bisschen Suchtpotenzial.


Effektpaste / Fusion Mineral Paint - Smooth Embossing Paste
zur Paste

Strukturpaste / ReDesign 3D Stencil Fiber Paste, 500ml
zur Paste


Goldmotive mit Blattgold

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Am einfachsten geht es mit einem Sprühkleber. Sprüh über die platzierte Schablone, hebe die Schablone ab und lege das Goldblätter auf.


Bürste das überschüssige Blattmetall mit einem Pinsel ab. Fange die Goldfusel auf - die kannst Du nochmal verwenden.


Reinige Schablone und Pinsel sofort nach Gebrauch mit warmen Seifenwasser.





Blattgold / ReDesign - Kacha Gold Leaf Imitation - 25 Blatt
zum Blattgold


Schablonentechniken auf einen Blick




Hol Dir eine tolle Schablone und verzaubere Deine Projekte - Du wirst es lieben!



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